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Projets:

Schulinterne Weiterbildung (Schilw) | Selbstregulierte Fortbildung (SLF)

Instrumente

Folgende Instrumente werden von den wissenschaftlichen Leitern des Projekts zur Verfügung gestellt bzw. zur unterstützenden Nutzung empfohlen: 

Grundlagen-Information
betreffen Konzepte, Literaturhinweise, etc., speziell zu den Grundlagen selbstregulierten Lernens, zur Unterrichtsentwicklung und zur Transferwirkung, wobei jeweils praxisorientierte Szenarien fokussiert werden sollen.

Selbstdiagnose-Instrumente dienen der Beurteilung wichtiger Facetten der Unterrichtsqualität bzw. speziell zur Förderung des Diagnosewissens in Hinsicht auf: Fachwissen, Curriculares Wissen, Didaktisches Wissen und Wissen über Unterrichtsentwicklung. Sie können von Lehrer/innen, Kolleg/innen und/oder Schüler/innen einzeln oder in Gruppen eingesetzt werden. Von großer Bedeutung ist auch der Umstand, dass die Instrumente so gestaltet sind, dass sie in unterschiedlichen Fächern und unterschiedlichen Schulstufen genutzt werden können, was einen fachübergreifenden Einsatz ermöglicht.
Beispielsweise könnten folgende Aspekte einer didaktischen Unterrichtsqualität grundsätzlich fokussiert werden sollen: Sprache, nonverbales Verhalten, Lehrstofferklärung, Organisation, Motivierung, Aufgabenorientierung, Beziehungsrealisierung, Partizipationsmöglichkeit.
Es sollen methodisch-didaktisch-interessante Szenarien entwickelt werden, wie die Instrumente einzeln, in Zweier-Gruppen oder in größeren Gruppen eingesetzt werden können. Jegliche Fremdeinschätzungen und Kooperationen mit anderen Lehrer/-inn/-en und Schüler/-inn/-en im Rahmen des SLF-Projektes sind freiwillig. Arbeitet die Lehrerin bzw. der Lehrer alleine, sind - an Fragen orientierte nochmalige - Bewertungen der eigenen Diagnosen durchzuführen.

Begleithilfen stellen typische Verfahrensabläufe samt relevanten Erfolgskriterien (als Checklisten) zur eigenständigen Planung von Fortbildungsprojekten durch die betroffenen Lehrer/innen, speziell auch bezogen auf Interventionswissen, dar. Die Begleithilfen sind auf folgende Teilschritte bezogen:

  • angeleitetes Feststellen des Bedarfs an Weiterbildung
  • Bedingungen der Durchführung einer spezifischen Diagnose, die Entwicklungspotentiale aufzeigt
  • Auswertung und Validierung der Diagnoseergebnisse
  • Festlegen von nach der Wichtigkeit geordneten Ziel-Kompetenzen, die in der Weiterbildung entwickelt werden sollen
  • Finden von Weiterbildungskursen, die festgelegte Ziel-Kompetenzen vermitteln.

Evaluationsinstrumente dienen der Bewertung der Qualität der Lehrer/-innen-Fortbildungsveranstaltung. Darüber hinaus bestehen sie in der Anwendung der Diagnose-Instrumente nach erfolgter Lehrer/-innen-Fortbildung. Hier werden Kursevaluationsinstrumente eingesetzt, die die Qualität der absolvierten Lehrer/-innen-Fortbildungsveranstaltung bewerten und speziell die Integration des Gelernten in den aktuellen Unterricht abschätzen helfen.
Hier sind unterschiedliche Zeiträume und Effektspektren zu beachten, die in fünf zentralen Fragen münden:

  • Wie stark bzw. intensiv sind die Veränderungen nach der Lehrer/-innen-Fortbildung im Unterricht? (Effektivitätsaspekt)
  • Welche unterrichtlichen Ressourcen (an Zeit, Aufmerksamkeit, etc.) binden die neu gelernten und eingesetzten Methoden? (Effizienzaspekt)
  • Wann tritt der Effekt ein und wie lange hält er an? (zeitlicher Aspekt)
  • Wirken sich die Lernerfahrungen in der Lehrer/-innen-Fortbildungsveranstaltung in nur wenigen oder in vielen Unterrichtsmethoden, -inhalten und -fächern aus? (Wirkungsgrad-bezogener Aspekt)
  • Gelingt es, wichtige Komponenten von SLF auch auf andere Lehrer/-innen in der Schule zu übertragen? (Generalisierungsaspekt)

Hermann Astleitner, Mag. Dr., Ao Universitätsprofessor, Lehr-Lern-Forschung / Lernen mit neuen Medien
Franz Hofmann, Mag. Dr., Ao Universitätsprofessor, Weiterbildung / Schulforschung
Universität Salzburg, Abteilung für Erziehungswissenschaft

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